Wildkräuter im Herbst

Wildkräuter im Herbst

Gerade im Herbst, wenn der Körper mit der Umstellung auf die kalte Jahreszeit zu tun hat, können wir ihn wunderbar mit den in Wildkräutern enthaltenen Vitaminen und Mineralstoffen unterstützen.

Wildkräuter findest Du fast überall im Garten, im Wald, auf Wiesen oder am Wegesrand. Und das schöne ist, sie sind ganz einfach zu erkennen und auch noch kostenlos. Man kann mit Ihnen unglaublich leckere Pestovarianten zubereiten, sie als Kräuterquark mit Kartoffeln essen, eine warme Kräutersuppe,  einen frischen Kräutersalat oder auch Tee daraus machen. Rezepte folgen, wenn ihr wollt.

Also nutzt die schönen Herbsttage, mit den tollen Farben und der guten Luft um Euch mit den Kräutern einzudecken.

Lasst es Euch schmecken und bleibt gesund…

Cup of herbal tea with wild flowers and various herbs

Eine kleine Übersicht von Herbst-Wildkräutern habe ich hier für Euch zusammengestellt:

Pfennigkraut:

Das Pfennigkraut liefert viel Kalium, Kieselsäure, Gerb- und Schleimstoff, wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und harntreibend.

Die Blätter des Pfennigkrauts schmecken leicht säuerlich und machen sich gut roh im Salat und als Gewürz in allen möglichen Speisen.

Gundermann:

Den Gundermann kann man so ziemlich das ganze Jahr über ernten, denn selbst unter der Schneedecke treibt er frische Blätter. Diese sind reich an Vitamin C, Kalium und Kieselsäure und wirken entzündungshemmend, schmerzlindernd und den Stoffwechsel anregend.

Auch unter dem Namen „wilde Petersilie“ bekannt, riecht und schmeckt er wunderbar aromatisch. Gundermann passt sowohl zu Kräuterfrischkäse oder anderen Aufstrichen als auch – für die Experimentierfreudigen unter euch – zu süßen Speisen. Die Blätter können aber auch zu Tee gekocht werden.

Er wächst auf Wiesen und Weiden und ähnlich wie Efeu an Gehölzrändern.

Bitteres Schaumkraut:

Das Bittere Schaumkraut, auch bekannt als Falsche Brunnenkresse oder Bitterkresse, schmeckt ähnlich wie Kresse und zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Vitamin C aus. Es regt die Leber- und Gallentätigkeit an und soll eine blutreinigende und verdauungsfördernde Wirkung haben.

Essbar sind die Blätter des Schaumkrauts. Sie eignen sich als frische Salatzugabe im Wildkräutersalat, gekocht zum Beispiel in einer Suppe oder auch aufgebrüht als Tee.

Das reinigende Wildkraut wächst bevorzugt auf feuchten, nährstoffreichen und lehmig-tonigen Böden: Den ganzen Herbst hindurch findet man es in Waldsümpfen, Gräben und an Gewässern.

 

 

 

Echte Brunnenkresse:

Echt Brunnenkresse kann man ähnlich wie normale Kresse verwenden. Der Vorteil: sie wächst fast das ganze Jahr über.

Die Echte Brunnenkresse wird gerne mal mit der falschen – dem Bitteren Schaumkraut – verwechselt. Da beide ungiftig sind, ist das aber gar nicht schlimm. Wer dennoch das richtige Wildkraut ernten will, achtet während der Blütezeit auf die gelben Staubbeutel der Echten Brunnenkresse, das des Bitteren Schaumkrauts ist violett. Außerhalb der Blütezeit kann man die beiden Wildkräuter am Stängel unterscheiden: der der Echten Brunnenkresse ist hohl. Das ganze Jahr über wächst sie an sauberen Teichen, Bächen und Quellen.

Sie liefert wertvolles Vitamin C und wird dank ihrer blutreinigenden Eigenschaften auch für Kuren und bei der Behandlung von Rheuma eingesetzt. Ihr wird eine antibakterielle, harntreibende und schleimlösende Wirkung nachgesagt.

Die Echte Brunnenkresse schmeckt angenehm scharf und leicht säuerlich und eignet sich gut als Salatgewürz oder als Brotaufstrich-Topping. Damit sie ihre Wirkstoffe behält, sollte sie möglichst frisch verwendet werden.

Brennnesselsamen:

Brennnesselsamen werden als regionales Superfood gehandelt.

Die Brennnessel ist an gesunden Eigenschaften kaum zu übertreffen. Von Frühjahr bis Sommer kommen ihre Blätter zum Einsatz, danach sind es die Samen der Brennnessel – und die gelten als regionales Superfood: Brennnesselsamen verfügen über einen hohen Eiweißgehalt und viel Vitamin A,  B, C und E, außerdem Kalium, Eisen und Kalzium.

Brennnesselsamen sind ein bewährtes Mittel gegen Müdigkeit und Leistungsschwäche. Sie sollen außerdem bei Gicht und Rheuma, Bluthochdruck und Störungen des Verdauungstrakts helfen.

Bis in den November hinein kann man die Samen ernten. Mit ihrem leicht nussigen Geschmack eignen sie sich zum Beispiel als Beigabe für Suppen oder Smoothies. Auch als Tee oder Küchengewürz entfalten sie ihre heilende Wirkung.

Achte beim Sammeln darauf, nur die gelben Brennesselsamen zu ernten, das sind die reifen Samen. Diese kann man einfach vom Strang abstreifen, auf einem Tuch oder bei geringer Hitze im Backofen trocknen lassen und sofort verwenden. Oder in ein Einmachglas abfüllen und aufbewahren.

Spitzwegerich:

Der Spitzwegerich ist ein Allround-Talent – sowohl in der Küche als auch als Heilpflanze

Schon Kinder schätzen die Wirkung von Spitzwegerich beispielsweise als Mittel gegen juckende Mückenstiche. Unübersehbar wächst er das ganze Jahr über an vielen Wegrändern und auf Wiesen.

Das gesunde Wildkraut enthält Kalium, Kieselsäure, Vitamin A und C. Seine heilende Wirkung geht über eine äußere Anwendung hinaus und hilft unter anderem bei Husten, Lungenerkrankungen, Bronchitis und Asthma.

Auch als Küchengewürz eignen sich die Blätter des Spitzwegerichs wunderbar: zum Beispiel roh als Salatzugabe oder gekocht wie Spinat. Man kann sie außerdem zu Tee aufgießen, oder zu Sirup – hilft bei Husten – einkochen.

 

 

 

 

 

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