Weihrauch – alles Hokuspokus ?

Neulich bekam ich einen Anruf von einer Bekannte, der ich vor einiger Zeit die tibetischen Kräuterkapseln „Nervotonin“ empfohlen hatte. Sie hatte im Moment das ein oder andere in ihrem Leben umzukrempeln, machte sich viele Gedanken, kam schlecht zur Ruhe und konnte dementsprechend auch nicht gut schlafen. Die Kräuter helfen ihr und es geht ihr wieder besser.

Ihre Tochter war jedoch vor kurzem zu Besuch und hatte sich –fürsorglich wie sie ist – den Beipackzettel der Kapseln durchgelesen. Sie war völlig begeistert von all den Kräutern und vor allem der ganz speziellen Zusammensetzung, konnte sich aber nicht vorstellen, was denn „Weihrauch“ in der Kräutermischung zu suchen hatte. So ein Kirchenhokuspokus der komisch riecht und durch die Kirche getragen wird, kann doch unmöglich eine positive Wirkung auf den Körper haben….

Weihrauch

Sicherlich, es ist schwer vorstellbar, aber Weihrauch kann – wenn man ihn bestimmter Form zu sich nimmt – auf die verschiedensten körperlichen Beschwerden, eine positive Wirkung haben.

Die Padma Nervotonin Kapseln enthalten folgende Kräuter: Nepalesische Mombinpflaume , Guajakholz , entsteinte Myrobalanenfrüchte , Indische Costuswurzel, Muskatnuss, Asafoetida , Gewürznelken, Malabarische Wollbaumblüten,  Bockshornsamen und eben Weihrauch.

Weihrauch (von althochdeutsch wîhrouch, heiliges Räucherwerk‘, zu wîhen, heiligen, weihen‘), auch Olibanum, ist das luftgetrocknete Gummiharz, das aus dem Weihrauchbaum gewonnen wird. Es wird sowohl kultisch als Räucherwerk als auch heilkundlich, das heißt in therapeutischer Absicht, verwendet. Der beim Verbrennen entstehende Rauch wird ebenfalls als Weihrauch bezeichnet. Weihrauchharz ist grobkörnig bis stückig und von durchscheinend braun-gelber bis rötlich-brauner Farbe. Durch Anschneiden an Stamm und Ästen wird eine klebrig-milchige Flüssigkeit gewonnen, aus der durch Trocknung an der Luft das Weihrauchharz entsteht. Zwischen Ende März und Anfang April beginnt die Weihrauchproduktion, die über mehrere Monate andauert. Dabei werden den Bäumen Schnitte an Stamm und Ästen zugefügt. Der erste Erntevorgang ergibt nur ein sehr minderwertiges Harz, welches früher weggeworfen wurde, heute allerdings vermarktet wird. Erst drei Wochen später wird eine annehmbare Qualität geerntet, die mit den weiteren Wochen immer besser und reiner wird (Wikipedia).

In der indischen Ayurvedamedizin wird Weihrauch („Salai Guggal“) bereits seit ca. 5000 Jahren volksheilkundlich verwendet. Traditionell wird dieses Harz in der orientalischen und indischen Heilkunde bei der Behandlung von Wunden, Geschwüren und bei entzündlichen Erkrankungen wie Arthritis, Gicht oder Rheuma verwendet. Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen diese Wirkungen des Weihrauchs.

Wie bei allen anderen Dingen kommt es auch hier darauf an, welche Qualität und vor allem welche Menge in welchem Zusammenhang eingesetzt werden. Viel hilft nicht immer viel und wer die Wirkung des Weihrauchs bei seinen eigenen Beschwerden ausprobieren  möchte, solle sich zuvor was die Menge und die Darreichungsform angeht am besten von einem Heilpraktiker oder sogar in den Apotheke beraten lassen – dann steht einem Erfolg mit Sicherheit nichts mehr im Wege.

 

 

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