Vorfreude ist die schönste Freude

… und weil wir in den letzten Wochen immerhin schon den ein oder andere Tag „Frühlingsluft“ schnuppern durften, wächst die Vorfreude auf die länger, heller und wärmer werdenden Tage mit jedem Sonnenstrahl. Wir werden wieder aktiver und unserer Laune hellt sich auf…auch wenn zuvor viele mit der Frühjahrsmüdigkeit zu kämpfen haben.

Aber was macht der Frühling eigentlich mit uns und unserem Körper?

Eine schöne Zusammenfassung mit guten Tipps für die die wirklich mit der Müdigkeit zu kämpfen haben, habe ich auf vor kurzem auf http://www.focus.de/gesundheit gelesen.

bunte tulpenwiese

Zwischen 30 und 50 Prozent der Deutschen fühlen sich nach eigenem Bekunden in der Übergangszeit schlapp, kraft- und lustlos, Frauen und Jüngere etwas öfter als Männer und Ältere.

Woher kommt diese körperliche und geistige Trägheit zu einem Zeitpunkt, an dem alle froh sind, dass der Winter vorbei ist und sich auf die warme Jahreszeit freuen? Und vor allem: Was hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit? „Frühjahrsmüdigkeit ist ja keine Krankheit und vergeht von allein. Es gibt daher wenig wissenschaftliches Interesse und so gut wie keine wissenschaftlichen Untersuchungen dazu“, sagt Dieter Kunz, Chefarzt der Klinik für Schlafmedizin am St.-Hedwig-Krankenhaus in Berlin.
„Als subjektiv fühlbares Phänomen ist die Frühjahrsmüdigkeit aber durchaus zu beobachten.“ Es handle sich dabei um eine Mischung von Müdigkeit, also körperlicher und geistiger Erschöpfung, und Schläfrigkeit, also erhöhtem Schlafbedürfnis. Die typische Frühjahrsmüdigkeit dauert einige Tage bis höchstens vier Wochen.

Es ist die Umstellung des Körpers vom Winter- auf den Sommermodus, der ihn strapaziert und ermüdet. „Der Organismus arbeitet nicht nur nach dem Tag-Nacht-Rhythmus unterschiedlich, sondern auch saisonal“, sagt der Chronobiologe. Die Tageslänge und die Menge an Licht beeinflussten alle Organe und Körpersysteme bis in die einzelnen Zellen. Zwischen den Jahreszeiten komme es zu einer Art Mini-Jetlag. „Während des Übergangs knirscht es im Uhrwerk der zirkadianen Rhythmen.“
„Ausgeprägt ist die Frühjahrsmüdigkeit eher bei Menschen, deren zirkadiane Systeme gut funktionieren. Wer ohnehin an Schlafstörungen leidet, spürt die saisonale Veränderung zumeist weniger und klagt kaum über Frühjahrsmüdigkeit.“

Insgesamt kommen Menschen, die auch im Winter auf Fitness, Bewegung und gesunde Ernährung achten, besser mit der Umstellungsphase zurecht.
Eine besondere Rolle kommt dabei vermutlich zwei Hormonen zu: dem Gute-Laune-Hormon Serotonin und dem Schlafhormon Melatonin. Wissenschaftler der Georgetown University in Washington haben in einer Studie niedrige Serotoninspiegel als eine der Hauptursachen für die Frühjahrsmüdigkeit ausgemacht.
Nach einem langen, dunklen Winter sind die Serotoninspeicher relativ leer, dafür ist die Melatoninkonzentration hoch. Wenn man sich im Frühjahr wieder häufiger im Freien aufhält, produziert der Körper vermehrt Serotonin. Bis das Ungleichgewicht der Hormone wieder im Lot ist, kommt es zu einem Durcheinander im Körper.

Die beste „Therapie“ ist Tageslicht
Auch an die ungewohnte Wärme muss sich der Körper gewöhnen. Seine Kerntemperatur liegt im Winter eine Spur niedriger als im Sommer. Bei Wärme weiten sich außerdem die Blutgefäße, der Blutdruck sinkt – und das macht zusätzlich müde.
Chronobiologe Dieter Kunz nennt „Licht“ als zentralen Faktor, um die Frühjahrsmüdigkeit zu überwinden. „Möglichst viel Tageslicht, am besten vor Mittag, regt die chronobiologischen Mechanismen an.“

Licht tanken: Tageslicht holt den Körper aus dem Winterschlaf. Sonne kurbelt die Bildung von Serotonin an, das hebt die Laune. Der Körper gewöhnt sich an wärmere Temperaturen. Selbst an regnerischen Frühlingstagen bekommt der Körper draußen ausreichend muntermachendes Licht.

Sauerstoffdusche: Frische Luft bringt den Körper in Schwung, also Fenster auf und Frischluft tanken. Das bringt Sauerstoff ins Gehirn und vertreibt die Müdigkeit.
Beweglich sein: Sport oder auch Spaziergänge im Freien regen den Kreislauf an undermöglichen eine besonders intensive Sauerstoffdusche. Generell trägt aber jede Art von Bewegung dazu bei, die saisonale Erschöpftheit zu vertreiben.

Powerschlaf: Wer die Möglichkeit hat, sollte ruhig ein kleines Mittagsschläfchen halten, aber nicht länger als 30 Minuten, sonst produziert der Körper wieder Melatonin.

Leicht essen: Wer im Winter eher schwere, wärmende Gerichte mochte, sollte nun viel frisches Gemüse und Obst essen. Die leichte Kost versorgt den Körper mit einer Extraportion Vitaminen und Mineralstoffen. Das macht von innen fit für den Frühling.

Wechselduschen: Ein kalter Wasserstrahl nach der warmen Dusche kostet Überwindung, vertreibt aber die Müdigkeit am Morgen. Arme und Beine, den ganzen Körper oder auch nur den Nacken abwechselnd mit warmem und kaltem Wasser abbrausen.

Nicht verkriechen: Wer frühjahrsmüde ist, hat wenig Lust etwas zu unternehmen. Sich frühzeitig ins Bett zu verkriechen, ist dennoch der falsche Weg, die saisonale Schläfrigkeit zu überwinden. Besser: Etwas unternehmen, das Spaß macht – sich mit Freunden treffen, in ein Konzert gehen oder ins Kino. Angenehme Aktivität fördern die Serotonin-Ausschüttung ähnlich gut wie Sonnenlicht.

Genießt also jeden Sonnenstrahl den ihr erwischen könnt und lasst Euch die Laune nicht durch den „Frühlings-Jetlag“ verderben. Alles braucht seine Zeit…auch das „Frühlingserwachen“ 😉

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