Stress – muss nicht immer negativ sein

Wo es heutzutage oft nur noch um Hektik, Stress und Burnout geht, liegt es mir am Herzen auch einmal über den anderen – den positiven – Stress zu schreiben.

Ja, ihr habt richtig gehört: den „positiven“ Stress. Es gibt ihn – wirklich. Und vielleicht hilft allein das Wissen um ihn – damit wir beim nächsten Mal, nur wenn es etwas hektisch wird, nicht gleich denken „Stress…nein…will ich nicht…schadet mir.“ Denn das allein reicht oft schon aus um sich gleich noch gestresster zu fühlen. Ich kenne das auch nur zu gut.

Der Pionier der Stressforschung, Hans Selye, sagte: „Stress ist die Würze des Lebens“.

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Seit Urzeiten gehört Stress mit körperlichen und psychischen Belastungen zu unserem Leben dazu. Tiere jagen, Büsche und Wälder durchforsten, sich in Gruppen und Hierarchien eingliedern, diskutieren etc. Kein Wunder also, das uns das Gen mit Stress umzugehen sozusagen in die Wiege gelegt wird.

In Stresssituationen setzt das Gehirn innerhalb von Millisekunden Neurotransmitter (Botenstoffe der Nervenzellen) wie Acetylcholin frei. Das Nervensystem stellt sich dadurch auf „Kampf oder Flucht“ ein. Der Blutfluss wird vermehrt in die Muskeln umgelenkt und die Hormone Adrenalin und Kortisol ausgeschüttet, um ein Maximum an Energie schnell verfügbar zu machen. Die Folge: Der Blutdruck steigt, das Herz schlägt schneller, die Pupillen weiten sich, die Atmung wird kürzer und die Verdauung gedrosselt. Wir fühlen uns bereit, es mit der Welt aufzunehmen. Diese Stressantwort ist eine natürliche und notwendige Reaktion des Körpers auf Situationen, in denen unsere Existenz auf dem Spiel steht.

Heute wissen wir, dass punktuelle Stressreaktionen den Körper zwar kurzfristig bis zu seinen Grenzen belasten, die Gesundheit aber langfristig fördern können. Wer sich ihnen aussetzt, schläft besser, ist ausgeglichener und bleibt auch im Alter vitaler. Man spricht deshalb auch von positivem Stress oder Eustress.

Voraussetzung von positivem Stress ist allerdings, dass es sich wirklich nur um vorübergehende Belastungen handelt, nach denen das Hormonsystem wieder heruntergefahren wird und zur Ruhe kommen kann. Auf den Energieaufbau muss eine Entladung folgen: „Gefahr vorbei, alles klar“ ist das Signal, auf das der Körper wartet.

Eine akute Stressantwort hält nur etwa 15 Minuten an – so viel Zeit gibt uns die Natur, um akute Gefährdungen zu regeln. Und das aus gutem Grund: Die Reserven, die durch den Adrenalinausstoß angezapft werden und die uns enorme körperliche Kräfte verleihen, würden gar nicht länger reichen. (http://www.apotheken.de/gesundheit-heute-news/article/positiver-und-negativer-stress/)

Wichtig ist darauf zu achten, dass der positive Stress dem negativen Stress möglichst überwiegt oder zumindest gleichwertig in Tagesablauf vorhanden ist. Denn ein Ungleichgewicht, in dem der negative Stress überwiegt ist zwar über einen gewissen Zeitraum hinweg von unserem Körper und unserem Geist auszugleichen aber je länger dieses Ungleichgewicht anhält, desto mehr leiden Körper, Geist und Seele.

Empfinden wir negativen Stress, sollten wir unserer Gesundheit zuliebe:
· mehr Stressabbau betreiben
· die stressauslösende Situation verändern
· die Einstellung zur stressauslösenden Situation verändern

Wann wir positiven Stress erleben
Positiver Stress tritt zum Beispiel auf, wenn wir:
· an einer spannenden Aufgabe arbeiten, die unseren Fähigkeiten entspricht
· uns verlieben
· das Fußballspiel unserer Lieblingsmannschaft im Stadion oder vorm Fernseher anschauen
· selbst Sport betreiben und über uns hinauswachsen
· Achterbahn fahren

Positiver Stress ist aufregend und macht zufrieden. Definiert werden kann er einfach als die Art von Stress, von der wir mehr erleben wollen. (www.mymonk.de)

In diesem Sinne: sucht Euch spannende Aufgaben, verliebt Euch, bleibt „wach und neugierig“ und habt noch einen wunderbaren Tag.

  1. Ja, der Liebe Stress…. Ich hab dazu auch noch einen Artikel in der Pipeline…. Komme nur nicht zum schreiben. 😂😂
    Die Einflüsse oder Eindrücke auf unser System sind ja heute viel intensiver als noch vor 10 Jahren. & das ist ja keine lange Zeit. Smartphone, Facebook und so viele kommunikationskanäle…. Von vielen Kunden höre ich auch, das die feinen somit eine allzeit Erreichbarkeit wünschen.

    Ich mache grad Facebook Pause- und es tut gut. Es fehlt nichts. Mein Unterbewusstsein muss sich auch nicht mit den Impressionen auseinander setzten. Die sind meist weniger Urlaubsfotos der Freunde.

    Ich denke wir sollten lernen auch mal nicht erreichbar zu sein. & wenn das Telefon piepst, nicht grad in Aufruhr geraten.
    Das hilft schon viel den Alltags Stress zu lösen.

    Und positiver Stress beflügelt- das stimmt.

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