Lavendel – nicht nur als Öl eine wertvolle Pflanze

Jedes Jahr im Sommer sammeln meine Kinder und ich eine Tüte voll mit Lavendelblüten – egal ob im Urlaub, bei einem Picknick oder an sonstigen Orten…wo wir Lavendel entdecken, nehmen wir uns ein kleines bißchen mit. Den legen wir dann zum trocknen und wenn unsere Vorräte vom letzten Jahr aufgebraucht sind, wird er wieder herausgeholt. Weil ich jetzt gestern zur Lavendelsalzherstellung an diesen Vorrat gegangen bin, dachte ich mir, dass ich Euch kurz etwas über diese eine ganz besondere Heilpflanze/Heilkräuter und ihre Einsatzmöglichkeiten schreibe. Vielleicht bekommt ja der ein oder andere Lust einen der Vorschläge auszuprobieren.

Trotz seines sehr intensiven Dufts wird der Lavendel von vielen Personen als angenehm empfunden. Oft wird er mit Südfrankreich in Verbindung gebracht, wo er auf riesigen Feldern wächst – die ganze Gegend riecht dort intensiv nach Lavendel.

Der Duft beruhigt und reinigt und wirkt auf vielfältige Weise heilsam auf den Menschen. Besonders bewährt ist er bei unruhigen Babys und deren Problemen. Hier kann ein Lavendelkissen Wunder wirken.

Die volkstümlichen Namen des Lavendels lauten: Nervenkräutel, Narden, Lavander, Speick, Schwindelkraut, Spikatblüten, Spiklavendel, Tabaksblüten
Die kurze Zusammenfassung mit den wichtigsten Informationen gibt es hier ((http://heilkraeuter.de/lexikon/lavendel.htm)
Heilwirkung: antiseptisch, beruhigend, blähungstreibend, harntreibend, krampflösend, Asthma, Augenringe, Erschöpfungszustände, Herzbeschwerden, Bluthochdruck,Husten, Kreislaufschwäche, Magenkrämpfe, Migräne, Nervosität, Nervenschwäche, Neuralgien, Rheumatische Schmerzen,Schlaflosigkeit, Spannungskopfschmerzen,Kopfschmerzen, Migräne, Wasseransammlungen,Entzündete Wunden, Gesichtsrose, Erysipel,Gürtelrose
Verwendete Pflanzenteile: Blüten
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Gerbstoff, Glykosid, Saponin
Sammelzeit: Juli / August

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Anwendung
Als Tee
Für den Tee oder die äusserliche Anwendung eignet sich der Tee aus den getrockneten Blüten. Auch in Teemischungen wird Lavendel gerne eingesetzt.
Als Tinktur
Auch Lavendel-Tinktur eignet sich für die innerliche und äusserliche Anwendung.
Als Kräuterkissen
In kleine Stoffkissen eingenäht, beruhigen Lavendelkissen Kleinkinder, sodass sie besser schlafen können.
Ausserdem vertreiben Lavendelkissen Kleidermotten, wenn man sie in Schränke legt.
Als Badezusatz
Im Badewasser hilft Lavendel beim Entspannen.
In Cremes und Salben
Als Zutat in Salben wirkt Lavendel gegen Hautreizungen.
Als ätherisches Öl
Ätherisches Lavendel-Öl eignet sich für den Einsatz in der Duftlampe zur Beruhigung und Raumreinigung.
Ausserdem kann man es als Badezusatz, Cremezutat und für Hautöle benutzen.
Als Kräuter-Essig
Setze 10 gr. Lavendelblüten mit 10 gr. Weingeist in 80 ml Weinessig an.
Lasse den Ansatz 5 Tage stehen und filtere die Blüten dann ab. Mit diesem Kräuteressig kannst du die Gliedmaßen bei rheumatischen Beschwerden und Gicht einreiben.
Ich persönlich mache mir mein LAVENDELÖL gerne selbst – unter anderem auch weil die ganze Wohnung durch das abzupfen und anreiben der einzelnen Blüten herrlich nach Lavendel riecht – fast wie ein kleines bisschen Urlaub.
Es ist ganz einfach: Die Blüten in der Hand zerreiben (dadurch geben Sie ihr kostbares Öl noch besser ab) und locker in ein verschließbares Gefäß geben (je mehr Blüten desto intensiver das Öl). Danach stellt man die Mischung für ca. 4 Wochen an einen warmen, luftzugfreien Ort und schüttelt sie jeden Tag leicht. Nach den vier Wochen kann der Inhalt des Glases durch ein sauberes Tuch gefiltert und in ein neues Gefäß umgefüllt. Wie alle anderen Öle sollte auch dieses Öl an einem kühlen und lichtgeschützten Ort gelagert werden.

Und wer den Duft auf der Haut nicht mag, der nimmt vielleicht ein LAVENDELSALZ zur Zubereitung einer besonderen Mahlzeit. Es hat einen sehr harmonischen Geschmack und gerade Sommerspeisen lassen hiermit herrlich verfeinern. Auch das kann man wunderbar selber machen (www.sonnetor.com):
Was brauchen Sie?
Getrocknete Lavendelblüten, Meersalz und ein verschließbares Glas
So einfach geht’s!
Am besten Sie nehmen etwa 1/3 Lavendelblüten und 2/3 Salz. Je nach gewünschter Intensität des Lavendels kann die variiert werden.
Füllen Sie abwechselnd eine Schicht Salz und eine dünnere Schicht Lavendelblüten in das verschließbare Glas oder vermischen Sie von gleich Salz und Lavendelblüten gut miteinander und geben dies in das Glas. Das Glas soll nun ein mindestens eine Woche ruhen, damit das Salz die Aromen des Lavendels aufnehmen kann.Die Lavendelblüten können, wen n man dies möchte, anschließend mithilfe eines feinen Siebs entfernt werden.Danach können Sie nach Belieben mit dem Lavendelsalz würzen. Es harmoniert besonders gut zu Fisch, Geflügel, Gemüse sowie Ziegen- und Schafskäse.
Das Glas gut schließen, kühl und trocken lagern.

Ihr seht also, es gibt jede Menge Möglichkeiten für den Einsatz dieser Heilpflanze. Probiert es aus!

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