Matcha – der etwas andere Tee

Ein Superdrink, ein Alleskönner, ein Abnehmwunder und dann soll er auch noch helfen schweren Krankheiten vorzubeugen.: Der Matcha-Tee.

Wie mittlerweile üblich werden den neuen, sog. „Superfoods“ immer von dem Moment an, wo sie auf dem Markt erscheinen, wahre Zauberkräfte angehangen.

Aber stimmt das wirklich?

Kenner und Nutzer des Matcha-Tees sind sich da einig: Matcha Tee macht auf gesunde Weise wach, leistungs- und konzentrationsfähig, übt eine wohltuende Wirkung auf den gesamten Stoffwechsel aus, schmeckt hervorragend und ist obendrein ein wahrer Tausendsassa in der Küche: Nicht nur Tees, Cocktails, Smoothies und Limonaden lassen sich damit mischen, auch Kuchen, Schokolade, Desserts, Eis, Salat- oder leckere Nudelsaucen lassen sich damit kreieren.

Ursprünglich stammt die immergrüne Teepflanze, Camellia sinensis, mit all ihren Varietäten samt ihrer Nutzung aus China – dort war sie seit Jahrtausenden als Heilpflanze bekannt. Das ganze Blatt zu zermahlen und zu sich zu nehmen, wie dies beim Matcha Tee bis heute geschieht, geht in der Tat auf die uralte Nutzung des Tees als Heilkraut zurück. Im 12. Jahrhundert gelangte das Wissen über die Erzeugung und Zubereitung von grünem Tee, nach Japan: Ein Zen-Meister importierte auch die Zubereitungsart des Matcha Tees aus Pulver nach Japan, obendrein pflanzte er im ganzen Land Teesträucher an. Er verfasste ein Buch über Tee und bezeichnete ihn als lebensverlängerndes Elixier.

Matcha green tea latte

Buddhistische Mönche nutzten den „Wachmacher“, um länger und intensiver meditieren zu können. Der Matcha Tee, bei dem die gemahlenen Blätter ganz konsumiert wurden, fand im 16. Jahrhundert Eingang in ein Ritual, die Tee-Zeremonie. Bis heute ist die korrekte Durchführung einer traditionellen Tee-Zeremonie in Japan ein Zeichen für Bildung und kultivierte Lebensart. Man empfängt Gäste und startet wichtige Besprechungen und Beratungen mit einer Tee-Zeremonie, die man auch als „ritualisierte Auszeit“ oder Zeit der inneren Sammlung definieren könnte. Bis heute kommt der beste Matcha Tee aus Japan. Dort gilt Matcha als exquisites Getränk, und nur ein winziger Bruchteil der Produktion findet den Weg nach Europa.
Tee wird aus den Blättern des Teestrauches gewonnen. Man bricht die Blattspitzen ab oder erntet die ganzen Blätter. Für Schwarztee werden die Tee-Blätter gerollt und fermentiert. Zur Gewinnung von Matcha Tee werden die Teesträucher eine Zeit lang vor der Ernte mit schwarzen Netzen oder Bambusmatten überspannt, „beschattet“. Das fördert die Anreicherung bestimmter Inhaltsstoffe, wie Teein, Chlorophyll oder die Aminosäure Theanin, und beeinflusst dadurch den Geschmack und die faszinierend hellgrüne Farbe. Die geernteten Teeblätter werden schonend mit Wasserdampf behandelt, getrocknet und die zartesten Teile der Blätter werden in Granitsteinmühlen zu feinstem Pulver verarbeitet. Je leuchtender die grüne Farbe, desto frischer der Tee. Zu lange Lagerung ist zu vermeiden.
Die hervorragendsten grünen Tee Sorten in Japan werden bis heute nur von wenigen Teegartenbetreibern angebaut. Wer Wert auf Bio-Qualität liegt, schränkt seine Auswahl beim Einkauf noch ein wenig mehr ein und bezahlt zwischen 20 und 50 Euro oder gar mehr für 30 Gramm Tee – doch das lohnt sich.
Wer grünen Tee bisher ablehnte, weil er den Geschmack bitter oder uninteressant fand, den wird Matcha Tee überzeugen: Herb, aber nicht wirklich bitter, cremig, intensiv, zuweilen sogar fruchtig oder nussig, in jedem Falle aber aromatisch präsentieren sich die Geschmacksnoten der besten, teuersten Teesorten. In Online Tee-Shops finden auch Einsteiger Empfehlungen für wohlschmeckende Tees, die zwar noch kein Vermögen kosten, aber dennoch lecker und vielseitig verwendbar sind. Denn im Matcha Teepulver steckt mehr als nur ein Heißgetränk.

(Textauszüge aus http://www.matcha-tee.info)

Auch hier gibt es wie beim Grünen Tee noch viele interessante Neuigkeiten zu entdecken, die wunderbar und ausführlich auf http://www.matcha-tee.info zusammengefasst sind..

Und wer gleich noch etwas Neues mit dem Matcha-Tee ausprobieren möchte, für den habe ich noch ein leckeres Rezept für Matcha-Macarons (www.kochbar.de):

green tea muffins

Macarons
90 Gramm
Eiweiß – entspricht etwa drei Eiklar
110 Gramm
Mandeln fein gemahlen
200 Gramm
Staubzucker – Puderzucker
30 Gramm
Kristallzucker
1 TL
Matchateepulver
Salz
Füllung
80 Gramm
weiße Schokolade, gehackt
3 EL
Schlagobers – Sahne
1 EL
fein gehackte Pistazien

Zubereitung
1. Man nehme 90 Gramm Eiklar. Bitte ziemlich genau mit den Mengen arbeiten, sonst werden die Makronen nicht richtig. Diese steif schlagen, nach 2 Minuten den Kristallzucker einrieseln lassen. Sehr steif schlagen, Salz nicht vergessen.

2. Mandeln und Staubzucker vermischen und in kleinen Portionen in der Küchenmaschine / Moulinetter (bitte das ist keine Werbung, ich nehme lieber Braun) ganz fein mahlen. Manche empfehlen nur Puder, aber ich mahl das alles einmal durch und lass die Kirche im Dorf – die werden auch so sehr gut.

3. Löffelweise das Zucker/Mandelmehl unter das Eiweiß ziehen.

4. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech mit dem Spritzsack (runde Tülle) gleichmäßige Tupfen spritzen, etwa 2 bis 3 cm groß. NUN für 45 Minuten bei Zimmertemperatur stehen lassen!

5. Backrohr auf 140 Grad Umluft vorheizen, die Bleche einzeln in die Mitte des Ofens schieben, für 15 Minuten! Dann noch eine Stunde stehen lassen vor der Weiterverarbeitung.

6. Weiße Schokolade hacken, mit dem Schlagobers bei kleiner Temperatur schmelzen. Die Pistazien untermischen, etwas abkühlen lassen. Jeweils zwei Makronen schön dick füllen und zusammensetzen. Trocknen lassen. Genießen :-)!

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