Eine alte ZEN Geschichte

Es ist was es ist…wie wir es empfinden liegt ganz bei uns selbst – diese Erfahrung habe ich heute wieder einmal machen müssen und dabei schmunzelnd an eine Geschichte gedacht, die mir eine Yogalehrerin vor langer Zeit erzählte.

Viel. sollten wir die Dinge die uns im täglichen Leben passieren, einfach nicht all zu schnell mit einem „Prädikat“ versehen – sondern erst einmal abwarten was sie uns bringen und welchen Sinn sie letztendlich hatten. Vieles ist im Nachhinein gar nicht mehr so negativ, wie es sich im ersten Moment anfühlte. Und wie oft waren wir vorschnell von Dingen begeistert, die sich später als doch nicht glücklich erwiesen?

Aber lest selbst…;)

„Der alte Mann und das Pferd“ oder, warum können wir die Dinge nicht sein lassen wie sie sind?

Ein alter Mann lebte mit seinem einzigen Sohn zurückgezogen auf einem kleinen Bauernhof am Rande eines Dorfes. Der alte Mann hatte ein Pferd, das er benutzte um die Felder zu bestellen. Doch eines Tages lief das Pferd fort und der alte Mann musste nun mit Hilfe seines Sohnes den Pflug selbst ziehen, um die Felder zu pflügen.
Die Dorfbewohner, die den alten Mann trafen, sagten: „Was für ein Pech, dass euer Pferd weggelaufen ist“, aber der alte Mann erwiderte nur „ob es Pech ist, kann ich nicht sagen, man wird es sehen“.

Eine Woche später kam das Pferd zum Bauernhof zurück und brachte eine ganze Herde wilder Pferde mit. Als die Dorfbewohner das sahen riefen sie “so ein Glück, du hattest Recht alter Mann, als du gesagt hast, ob es Pech ist könne man nicht sagen, denn es war Glück!” Aber der alte Mann erwiderte nur „ob es Glück ist, kann ich nicht sagen, man wird es sehen“.

Kurz darauf versuchte der Sohn des alten Mannes, eines der wilden Pferde zuzureiten, wurde dabei aber abgeworfen und brach sich ein Bein. Als die Dorfbewohner das erfuhren, kamen sie angelaufen und riefen “Oh, so ein Pech, so ein Pech, du hattest Recht als du gesagt hast, dass es vielleicht kein Glück sei, dass dein Pferd die Wildpferde mitgebracht hatte“. Der alte Mann aber erwiderte nur „ich weiß nicht ob es Pech ist, man wird es sehen.“

Ein paar Tage später zog der Landherrscher alle jungen Männer des Dorfes in sein Heer ein, um in die Schlacht zu ziehen. Einzig der Sohn des alten Mannes durfte wegen des gebrochenen Beines zu Hause bei seinem Vater bleiben. Die Dorfbewohner, die sich am Bauerhof des alten Mannes versammelt hatten, riefen nun, „alter Mann du hattest wieder Recht, es war kein Pech, dass sich dein Sohn sein Bein gebrochen hatte, es war Glück!“
Der alte Mann sah sie mit müden Augen an und erwiderte nur „Ich weiß nicht ob es Glück ist, man wird sehen“.

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