Ghee – das Juwel Indiens

Das Ghee eine der besten Alternativen zu Butter ist, war mir durch die ayurvedische Küche bereits bekannt, dass man es als Basis für Massagen verwenden kann, auch. Aber dass man es sogar als Heilmittel zum lösen von Krampfhusten verwenden kann, bisher noch nicht.

Deswegen möchte ich diesen Tip gerne an Euch weitergeben – gerade auch an Eltern mit kleinen Kindern, die vielleicht doch das ein oder andere Mal einen Husten mitbringen der sich festsetzt.

Nachdem meine Tochter wieder einmal länger als eine Woche mit ihrem Husten zu kämpfen hatte und er immer fester wurde, erhielt ich durch Zufall von einer Kollegin den Tip, es mit einer Mischung aus warmen Ghee und Salbei-Öl zu probieren.

Ich mischte Abends 2 EL Ghee mit 15 Tropfen Salbei Öl und erwärmte alles. Danach rieb ich meine Tochter damit ein und deckte sie gut zu. Und was soll ich Euch sagen: Es war die erste Nacht in der sie wieder durchschlief. Das gleiche habe ich direkt morgens vor der Schule noch einmal gemacht (einfach ein Unterhemd unter den Pullover ziehen, damit es nicht zu ölig wird 🙂 ) und sie kam ohne Hustenanfälle durch den Tag.
Mich hat es überzeugt und ich werde mit Sicherheit doch noch das ein oder andere Ayurvedische Heilmittel ausprobieren, denn es scheint zu wirken.

Ein gutes Buch, das ich Euch dazu empfehlen kann ist das Buch „Ghee – das Gold der Ayurveda-Medizin“ von Dr. med. Sebastian Mathew, Dr. med. Eva Kettler-Schmut und Univ.-Prof. Dr. Otto Schmut ISBN 978-3-902552-08-2.

Wer bisher noch nichts zu Ghee weiß, sich aber dafür interessiert: Hier kommt eine kleine Zusammenfassung:

Ghee (engl.) wird „Gi“ ausgesprochen und ist eine aus Butter speziell aufbereitete, gelblichweiße, fettig-ölige Substanz und ist ein Lebenselexier nach alter indischer Tradition. Zur Herstellung von Ghee wird ungesalzene Butter durch langsames und vorsichtiges Kochen von Wasser, Eiweiß und Milchzucker befreit. In Indien ist Ghee als Ghrta (Sanskrit) oder Ghi (Hindi) schon seit Jahrtausenden bekannt, wie Berichte auf alten Palmblättern und in Büchern beweisen. Auch im Kamasutra (vermutlich 200 n. Chr. von Vatsyayana verfasst) wird Ghee bereits erwähnt. Seine Bekanntheit ist nicht nur auf Indien beschränkt, auch in Pakistan, Südostasien, Ägypten, Äthiopien und im arabischen Raum wird Ghee verwendet.

Ghee wird hauptsächlich aus der zu Butter verarbeiteten Milch der Kuch aber auch von Ziege, Schaf, Kamel, ja sogar von Elefanten und Yak hergestellt. Ebenso ist in den Alpenländern dieses hier als Butterschmalz bezeichnete ölige Fett schon lange bekannt und wird in Gegenden mit Rinderhaltung hergestellt.

Nicht nur zur Ernährung und zum Kochen wird Ghee verwendet, es wird auch als das Juwel der altindischen Medizin bezeichnet. Es handelt sich also um ein Allround-Hausmittel und Lebenselexier. Ihm werden verschiedene Wirkungen zugeschrieben, so soll es die Verdauung fördern, den Appetit anregen, die Konzentration steigern und den Körper entgiften. Es hilft bei Fieber, wirkt bei Blutarmut, fördert die Wundheilung, bessert Verstopfungsprobleme und löst Krampfhusten. Es soll verjüngern, zellregenerierend, reinigend, kräftigend, entzündungshemmend und allgemein heilend wirken, den Gewebestoffwechsel anregen und die Immunabwehr stärken.

Ghee wird innerlich angewendet, dient aber auch als Trägerstoff für ayurvedische Heilmittel und als Salbengrundlage. Massagen mit warmen Ghee sollen eine positive Wirkung auf die Haut haben und trockener und rauer Haut entgegenwirken. Massieren der Füße mit Ghee kann beruhigenden Einfluss auf Schlafstörungen und Kopfschmerzen haben sowie Nervosität und Erschöpfung bekämpfen. Körperwarmes Ghee, auf die Augen gegossen, wirkt positiv auf rote und gereizte Augen. In der Ayurveda-Medizin, die sich immer schon der positiven Wirkung des Ghee bewusst war, werden Antworten zum Verständnis der besonderen Eigenschaften dieses hier als Heilmittels eingesetzen Fetts gegeben. Die moderne medizinische Forschung versucht nun auch, die Bedeutung des Ghees für die Gesundheit wissenschaftlich zu untersuchen.

Aus Butter hergestellt, hat Ghee ein angenehmes Aroma und besitzt den Vorteil, weit länger haltbar zu sein als Butter. Selbst ohne Kühlschranklagerung wird Ghee eine Haltbarkeit von vielen Jahren zugesprochen, wenn es luftdicht und trocken aufbewahrt wird. Inder schwören sogar darauf, dass es für medizinische Einsätze immer besser wird, je länger man es „reifen“ lässt.
Quelle: Buch „Ghee – das Gold der Ayurveda-Medizin“ von Dr. med. Sebastian Mathew, Dr. med. Eva Kettler-Schmut und Univ.-Prof. Dr. Otto Schmut ISBN 978-3-902552-08-2

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