Zucker….doch das weiße Gift??.?

„Was soll ich denn jetzt überhaupt noch essen ohne Angst zu haben und wenn nicht mein Traubenzucker, was hilft dann schnell und unkompliziert wenn ich unterzuckert bin?“ mit diesen Worten wurde ich heute morgen von meiner Kollegin empfangen, die völlig aufgewühlt im Flur stand.

Sie ist Diabetikerin und war – so dachte ich – immer sehr gut informiert durch ihren Arzt und gut eingestellt was die Insulingabe anging. Heute hatte sie sich allerdings einen Artikel in einer Zeitschrift durchgelesen in dem es um weißen Zucker, Traubenzucker und Frucktzucker ging.

Das sie weißen Zucker meiden sollte war ihr klar- übrigens nicht nur Diabetiker sollten weißen Zucker meiden. Er ist „Hochleistungsarbeit“ für all unsere Organe und schadet ihnen auf lange Sicht enorm…wenn man es übertreibt.

Zentrum der Gesundheit – Da Zucker jedoch für die meisten von uns so alltäglich und selbstverständlich geworden ist, fragen sich viele: Ist Zucker tatsächlich so schlimm? Was genau ist denn nun seine Wirkung auf den menschlichen Körper? Ist Zucker wirklich ein „Gift“, wie gelegentlich behauptet wird?

Was ist ein Gift?
Schaut man im Wörterbuch nach, so wird dort der Begriff „Gift“ folgendermassen beschrieben: „Eine Substanz, die einen Organismus verletzt oder tötet“ und „zerstörerisch auf die Gesundheit wirkt“.

Kann Zucker die Gesundheit zerstören? Kann er einen Organismus verletzen oder gar töten? Schliesslich essen rund um den Globus viele Millionen Menschen tagtäglich grosse Mengen an Zucker in Form von Süssigkeiten, Eiscreme, Kuchen und gesüssten Getränken – und fallen danach NICHT tot um.

Wie also wirkt Zucker wirklich?
Zucker beeinträchtigt bewiesenermassen die Leistungsfähigkeit des Immunsystems. Schon die durchschnittlich am Tag konsumierte Zuckermenge reicht aus, um das Immunsystem deutlich zu schwächen. Wenn das Immunsystem geschwächt ist, haben Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten leichtes Spiel. Dadurch wird der Mensch ganz automatisch anfällig für viele Krankheiten.

Der Unterschied zwischen Zucker und einer Zuckerrübe
Wenn Sie eine Zuckerrübe essen, dann nehmen Sie nicht nur Zucker zu sich, da die Rübe auch Ballaststoffe, Vitamine und sehr viele Mineralien enthält. Die Natur hat in unseren Lebensmitteln alles vereint, was unser Körper zur Gesunderhaltung benötigt.

Wenn jetzt nur noch der von der Industrie extrahierte Zucker verzehrt wird, dann vermisst unser Organismus die Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien, die normalerweise in der Zuckerrübe sind.

Industriezucker enthält diese Vitalstoffe nicht mehr. Das einzige, was Zucker zu bieten hat, sind Kohlenhydrate in Hülle und Fülle. Sie machen nicht nur dick, sondern auch noch krank. Natürlich nicht sofort, denn sonst würde ja keiner mehr Zucker essen wollen. Der Prozess verläuft schleichend und unauffällig, so dass kaum jemand auf die Idee kommt, im Zucker den Schuldigen für seinen miserablen Gesundheitszustand zu suchen.

Zucker schafft Vitamin- und Mineralstoffmangel
Da mit dem Zucker also weder Vitamine noch Mineralien oder Ballaststoffe eintreffen, muss sich der Körper die zur Verabeitung des Zuckers erforderlichen Begleitstoffe aus seinen eigenen Vorräten holen.

Und was passiert, wenn Tag für Tag grosse Mengen reinen Zuckers im Körper eintreffen, aber die eigentlich dazugehörigen Vitalstoffe fehlen? Dann muss der Körper jeden Tag aufs Neue in seine Vorratsschränke greifen. Ein chronischer Mineralstoffmangel ist zwangsläufig die Folge.

Dieser Mangel erzeugt kariöse Zähne, Fettsucht, ein schwaches Immunsystem, hyperaktive Kinder und sämtliche Erscheinungen, die mit vorzeitigem Altern in Verbindung gebracht werden (Falten, Haarausfall, Augen, die stets eine stärkere Brille benötigen, etc.).

Die langfristigen Folgen des Zuckerkonsums
Nach vielen Jahren regelmässigen Zuckerkonsums können sich Krankheiten wie Osteoporose und Diabetes entwickeln, die beide zu den Spätfolgen eines erhöhten Zuckerverzehrs zählen.

Zusätzlich erhöht Zucker das Risiko, in absehbarer Zeit an Herzerkrankungen oder Autoimmunerkrankungen wie Arthritis, Asthma und Multipler Sklerose zu leiden.

Zucker schädigt ausserdem die Leber, irritiert den Magen und zerstört die gesunde Darmflora. Im Darm füttert der Zucker die dort ansässigen rarasitären Pilze und führt auf diese Weise zu Hormonstörungen der unterschiedlichsten Art.

Zucker kann also sehr wohl die Gesundheit zerstören und schon seit vielen Jahren weiß man davon. Schon 1957 bezeichnete Dr. William Coda Martin den Zucker in einem Artikel für die Michigan Organic News als ein Gift, dem es an Lebenskraft, Vitaminen und Mineralien mangele:

„Was übrig bleibt sind pure, raffinierte Kohlenhydrate. Eine unvollständige Umwandlung von Kohlenhydraten führt zur Bildung giftiger Stoffwechselprodukte (wie zum Beispiel der Brenztraubensäure)“.

Heute ist diese Aussage nicht weniger aktuell. Die völlig unterschätzten Giftstoffe, die bei der Verstoffwechslung von Zucker entstehen, beeinträchtigen viele Funktionen des Körpers und geben den Startschuss für die Entwicklung degenerativer Erkrankungen(1).

Was aber ebenfalls völlig untergeht heutzutage, sind die Informationen zum Thema Fruchtzucker.

Diabetes Ratgeber Apothekenumschau. Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde Fruchtzucker für seine Eigenschaften geradezu gefeiert; heute gilt er – zumindest in Expertenkreisen – eher als ‚out’. Da stellt sich die Frage: Woher rührt dieser Sinneswandel?

Ist Fruchtzucker der gesündere Zucker?

Fruchtzucker (Fruktose) kommt insbesondere in Obst wie Äpfeln, Birnen, Trauben und Honig vor. Er zählt wie der Traubenzucker (Glukose) zu den Einfachzuckern, ist aber chemisch geringfügig anders aufgebaut. Der kleine Unterschied hat es in sich. Zum einen schmeckt Fruchtzucker süßer. Für den gleichen Geschmackseffekt reicht daher eine geringere Menge aus, und der Verbraucher kann theoretisch Kalorien sparen. Zum anderen wird der Fruchtzucker weitgehend insulinunabhängig verwertet. Und schließlich lässt er den Blutzuckerspiegel nach einer Mahlzeit langsamer ansteigen als eine vergleichbare Menge Traubenzucker. Ideale Voraussetzungen also für Diabetiker, so schien es.

In industriell verarbeiteten Lebensmitteln ersetzte man daher den herkömmlichen Zucker durch Fruchtzucker und wies die Produkte als „für Diabetiker geeignet“ aus. Darüber hinaus hat der Fruchtzucker für die Hersteller eine Reihe von produktionstechnischen Vorteilen und legte auch in nicht diätetischen Lebensmitteln eine beachtliche Karriere hin. Vor allem in Limonaden, Säften, Konfitüren, Desserts, Pralinen und Schokoladen ist das Kohlenhydrat eine gängige Zutat. Mittlerweile aber hat das Bild vom gesunden Süßungsmittel Risse bekommen.

Fruchtzucker: Mehr Schaden als Nutzen?

„Studienergebnisse haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass der Fruchtzucker zahlreiche Stoffwechseleffekte hat, die eher schaden als nützen“, sagt Professor Dr. Hans Hauner, Ernährungsmediziner an der Technischen Universität München. So wird ein großer Anteil des Kohlenhydrats in der Leber zu Fett verarbeitet. „Dies führt dazu, dass die Wirksamkeit von Insulin nachlässt“, erklärt Hauner. „Bei einem Drittel aller Menschen steigen außerdem die Konzentrationen bestimmter Blutfette an.“ Für Diabetiker, die ohnedies eine erniedrigte Insulinsensitivität und ein erhöhtes Risiko für Fettstoffwechselstörungen haben, sind derartige Folgen des Fruchtzuckerkonsums besonders ungünstig.

Ein weiteres Argument gegen den Fruchtzucker ist sein Einfluss auf die Verdauung. Wird das Kohlenhydrat nämlich nicht vollständig aus dem Dünndarm aufgenommen, gelangt es in den Dickdarm und ruft dort Blähungen und Durchfall hervor. „Diesen Effekt kennen viele Menschen, allerdings ist die Menge, die vertragen wird, individuell unterschiedlich“, sagt Hauner.

Und damit ist die Liste der Nachteile noch nicht zu Ende. So gibt es Hinweise, wonach der Verzehr von Fruchtzucker mit erhöhten Harnsäurewerten, einem Risikofaktor für Gicht, einhergeht und im Gegensatz zu Traubenzucker Sättigungssignale unterdrückt. Manche Forscher führen selbst Fettlebererkrankungen und das Entstehen eines Diabetes auf einen vermehrten Fruchtzuckerkonsum zurück. Ob es auch diesbezüglich einen ursächlichen Zusammenhang gibt, ist bislang aber nicht belegt“, schränkt Hauner ein.

Vollwertige statt diätetische Lebensmittel

Trotzdem können die einst propagierten Vorzüge des Fruchtzuckers mögliche Nachteile nicht überzeugend wettmachen. Nicht zuletzt deswegen wurde auch die sogenannte Diätverordnung geändert. Demnach gibt es heute keine Lebensmittel mehr, die als speziell für Diabetiker geeignet ausgewiesen werden dürfen. Ernährungsexperten und Diabetologen raten zuckerkranken Menschen stattdessen, sich an die allgemeinen Regeln für eine vollwertige Ernährung zu halten.

Ich denke sowohl für einen „normalen“ Menschen, als auch – und viel. gerade für sie – für Diabetiker gilt :

Wenn der Mensch sein Fleisch in Maßen nährt, dann ist auch sein Betragen fröhlich und umgänglich. Wenn er aber im Übermaß der Schmausereien und Gelage dahinlebt, dann legt er zu jedem schändlichen Fehler den Keim. Und wer andererseits seinen Körper durch unterwürfige Enthaltsamkeit schädigt, der geht immer zornig einher.

Hildegard von Bingen
(1098 – 1179), deutsche Mystikerin, Äbtissin und Naturwissenschaftlerin, katholische Heilige

Und wenn das Hildegard schon wusste 🙂 kann es nicht so verkehrt sein….alles in Maßen.

2 Antworten auf “Zucker….doch das weiße Gift??.?”

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