Antikarzinome Lebensmittel

Seit dem ich meine Abschlussarbeit zum Thema „Unterstützung von Krebspatienten während/nach ihren Therapien durch komplementäre Masssnahmen“ verfasst habe, werde ich immer wieder gefragt, ob man durch die Art seiner Ernährung etwas vorbeugend gegen Krebs tun kann.

Fakt ist, dass man niemals einfach sagen können wird: Iss‘ das Lebensmittel X und Du wirst keinen Krebs bekommen. Dazu ist die ganze Krankheit viel zu komplex.

Fakt ist aber auch, dass man mit einem stabilen Immunsystem besser gegen schwere Krankheiten “ aufgestellt“ ist.

Eine gute und ausgewogene Ernährung ist die Basis für ein intaktes Immunsystem.

Viele der pflanzlichen Lebensmittel haben durch ihren Vitamingehalt eine antikarzinome Wirkung und wirken unterstützend präventiv.

Auf der Seite der DKG (Deutschen Krebsgesellschaft) gibt es folgenden kleinen Ausschnitt zum Thema

„Gesund essen, gesund bleiben“

Schutz durch Gemüse und Obst

Basis für eine gesunde Ernährung sollten pflanzliche Lebensmittel sein. Obst und Gemüse können das Risiko einer Krebsentstehung verringern und schützen gleichzeitig vor vielen anderen Krankheiten. Die Deutsche Krebsgesellschaft empfiehlt, während des ganzen Jahres über täglich rund 600 Gramm Obst und Gemüse, verteilt auf fünf oder mehr Portionen, zu verzehren. Besuchen Sie den Internetauftritt des Vereins 5amTag e.V. (–> s. Links am Ende dieser Seite)

Mehr als 250 epidemiologische Studien haben erwiesen: Hoher Konsum von Gemüse und Obst geht mit einem niedrigeren Krebsrisiko einher. Das gilt insbesondere für Lunge, Mund und Rachen, Speiseröhre, Magen, Darm und Rektum sowie Bauchspeicheldrüse. Für weitere Krebsarten, u.a. Blasen-, Brust-, Gebärmutterhals-, Kehlkopf- und Schilddrüsenkrebs, hält der World Cancer Research Fund Obst und Gemüse als risikosenkend für möglich bzw. wahrscheinlich.

Gemüse und Obst enthalten zahlreiche potenzielle Antikarzinogene, die sich ergänzen. Ferner erhärten sich die Hinweise, dass der Verzehr größerer Mengen sich auch bei anderen chronischen Erkrankungen risikomindernd auswirkt. Die kontinuierlich niedrigen Raten vieler Krebsarten in südeuropäischen Ländern führen Experten auf die mediterrane Küche zurück, u.a. wegen ihres hohen Anteils an Obst und Gemüse. Der World Cancer Research Fund und das American Institute for Cancer Research empfehlen, sieben Prozent oder mehr der gesamten Energieaufnahme in Form von Gemüse und Obst zu sich zu nehmen.

Weniger Tumoren von Darm und Lunge

Obwohl der Schutzmechanismus nicht im Einzelnen bekannt ist, ist die Assoziation zwischen dem Verzehr von Gemüse und Obst und einem verminderten Risiko von Karzinomen des Verdauungs- und Atmungsapparates so deutlich, dass auch der Europäische Kodex zur Krebsbekämpfung unter Punkt drei fordert: „Erhöhen Sie Ihren täglichen Verzehr an frischem Obst und Gemüse sowie an ballaststoffreichen Getreideprodukten!“ (Siehe auch unter „5 am Tag“)

Die Deutsche Krebsgesellschaft hat zusammen mit der Verbraucherzentrale Rheinland Pfalz und dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung Steckbriefe für die gängigsten Obst- und Gemüsesorten erstellt: Äpfel enthalten eine Vielzahl an Vitaminen und Spurenelementen. Besonders viele Antioxidantien enthält die Schale. Beim Verspeisen eines ganzen Apfels, Biss um Biss, entfalten sich die einzelnen antioxidantischen Wirkungen.

Steckbriefe für Obst und Gemüse

Artischocken sind reich an Vitaminen, Eisen und Magnesium. Der Bitterstoff Cynarin kann Cholesterin senkend wirken und die Gallensteinbildung verhindern. Die fleischigen Artischockenböden werden bei uns immer mehr als Delikatesse erkannt.

Bananen enthalten viel Kalium und Kohlenhydrate und können das Immunsystem stärken.

Birnen sind reich an Folsäure. Sie wirken gegen Verstopfungen und andere Verdauungsprobleme.

Blumenkohl enthält Glucosinolate, die mit hoher Wahrscheinlichkeit krebsvorbeugend wirken. Er ist arm an Kalorien, reich an Nähr- und Ballaststoffen und enthält viel Folsäure. Seine Wirkung entfaltet sich vor allem im Darm, aber auch in Nieren und Blase.

Bohnen enthalten viel Eisen, Kalzium und Kalium sowie Saponine. Sie können entwässernd und verdauungsfördernd wirken.

Brokkoli gilt als sehr gesundes Gemüse aus dem Süden und ist auch bei uns immer beliebter. Ernährungsfachleuchte preisen Brokkoli vor allem wegen des hohen Gehaltes an Sulphoraphan, einem sekundären Pflanzenstoff, der vermutlich eine starke krebsvorbeugende Wirkung besitzt.

Chicorée ist ballaststoffreich und gilt als besonders verdauungsfördernd.

Erbsen sind reich an Ballaststoffen (Förderung der Verdauung). Sie enthalten, wie Bohnen, Saponine als sekundäre Pflanzenstoffe mit günstiger Wirkung auf den Cholesterinspiegel.

Erdbeeren sind reich an Folsäure, Vitamin C, Kalium und Mangan. Einige ihrer Gerbstoffe wirken entzündungshemmend und antibakteriell.

Fenchel gilt heute mit seinem würzigen, anisartigen Geschmack immer mehr als Liebling der Cuisine-Kenner und bei Übergewichtigen als ideales Abspeckgemüse. Er enthält Terpene mit antioxidativer Wirkung und ist Cholesterin senkend.

Grünkohl ist wie alle Kohlarten reich an Glucosinolaten mit wahrscheinlich krebsvorbeugender Wirkung. Er ist eine der gehaltvollsten Gemüsearten, reich an vielen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Als Winterkohl, der tiefen Temperaturen trotzt, enthält er viel Vitamin C, das uns vor Erkältungen schützt.

Gurken enthalten Erepsin. Da wir Gurken in erheblichen Mengen verspeisen, wirkt das Erepsin abführend und dadurch entgiftend. Gurken sind extrem kalorienarm und deshalb als Begleiter beim Abspecken beliebt.

Heidelbeeren können durch ihre Phenolsäuren und Carotinoide bei Verdauungsstörungen helfen, entwässernd wirken und Infektionen vorbeugen. Sie sind reich an Vitamin C. Der Gerbstoff Tannin kann die Schleimhautbildung hemmen und Bakterien abtöten.

Himbeeren enthalten Phenolsäuren, von denen eine tumorhemmende Wirkung vermutet wird. Sie werden in der chinesischen Naturmedizin bei Sehbeschwerden verschrieben und sind auch sehr reich an Vitamin C. Sie wirken entwässernd.

Johannisbeeren sind neben ihren Flavonoiden (tumorhemmende Wirkung vermutet) großzügige Lieferanten von Vitamin C.

Karotten enthalten mit Abstand den höchsten Anteil an Beta-Crotin, der Vorstufe des Vitamin A mit antioxidativer Wirkung. Dieses spielt neben seiner Bedeutung für die Sehkraft auch für die Stimulierung des Immunsystems eine wichtige Rolle.

Kartoffeln sind wichtigster Lieferant von Stärke und gehören zu den Grundnahrungsmitteln. Sie sind kalorienarm und sehr nährstoffreich.

Kirschen enthalten Flavonoide (tumorhemmende Wirkung vermutet) sowie viel Vitamin C, Folsäure, Kalzium, Eisen und Kalium.

Kiwis sind Weltmeister im Vitamin-C-Reichtum. Eine einzige Frucht kann den ganzen Tagesbedarf decken. Sie sind außerdem magnesiumhaltig.

Knoblauch hat einen hohen Sulfidgehalt (Allicin) mit wahrscheinlich hoher Krebsvorbeugungswirkung. Er war schon bei den alten Ägyptern als Heilmittel bekannt. Er wir heute empfohlen bei Verstopfungen, Blähungen, Bluthochdruck, hohem Cholesterinspiegel, Arteriosklerose und bei Durchblutungsstörungen sowie zur Stärkung von Herz und Kreislauf.

Kohlrabi ist äußerst kalorienarm. Er enthält Selen und viel Vitamin C und kann entwässernd wirken.

Kopfsalat hat einen guten Magnesiumgehalt, der dazu beiträgt, die Magnesiumversorgung des Körpers zu sichern. Ein Magnesiummangel kann Nervosität, Müdigkeit, Antriebsschwäche, Konzentrationsmangel und Muskelkrämpfe verursachen. Rote Salate enthalten Flavonoide, die das Risiko der Krebsentstehung vermindern können.

Kürbis ist ballaststoffreich und kann die Verdauung positiv beeinflussen.

Lauch/Porree ist wichtiger Lieferant von Sulfiden, die das Krebsrisiko reduzieren können.

Mangold, reich an Ballaststoffen, gilt als vielseitiges Blattgemüse. Er enthält hohe Konzentrationen an Kalzium, Eisen und Vitamin C.

Orangen enthalten Flavonoide, mögliche Abwehrstoffe gegen Herzinfarkt und Krebs. Mit ihrem Reichtum an Vitamin C gelten sie als ideales Obst. Eine größere Orange liefert den ganzen Tagesbedarf an Vitamin C.

Paprikaschoten: Vor allem die roten und gelben Paprikaschoten enthalten Cartionoide, die immunsystemstärkend und kebsvorbeugend sowie antioxidativ wirken können.

Radieschen enthalten die als krebsvorbeugend erkannten Glucosinolate. Die Glucosinolate gelten als Waffe gegen Bakterien und Pilze im Verdauungssystem und wirken schleimlösend, zum Beispiel bei Schnupfen und Husten. Deshalb werden sie als Snack für jeden Tag, vor allem aber bei sportlicher Betätigung, empfohlen.

Rettich beinhaltet ebenfalls die krebsvorbeugenden Glucosinolate. Er gilt als altes Hausmittel gegen Erkältung, weil er schleimlösend und entzündungshemmend wirken kann. Er wird aber auch im Verdauungstrakt tätig, wo er gegen Blähungen, Verstopfungen, Durchfall, Bakterien- und Pilzbefall hilft.

Rosenkohl enthält, wie alle Kohlarten, Glucosinolate als Abwehrmittel gegen Krebs. Als Lieferant von Folsäure unterstützt er Blutbildung und Zellwachstum.

Rotkohl enthält die krebsvorbeugenden Glucosinolate und Flavonoide. Das ideale Wintergemüse, das vor vielen Generationen unsere Vorfahren über die Runden brachte, ist ein wichtiger Lieferant von Selen, Niacin, Vitamin C und Zink. Er kann den Blutdruck und die Verdauung positiv beeinflussen.

Spinat enthält Carotinoide, die immunsystemstärkend, antioxidativ und krebsvorbeugend wirken können. Magnesium und Mangan, wichtige Allroundwirkstoffe, sind im Spinat reichlich vorhanden, ebenso B-Vitamine, Vitamin C und Lutein.

Tomaten haben einen hohen Gehalt an dem sekundären Pflanzenstoff Lypokin. Durch Zerkleinern und Erhitzen wird das Lykopin verstärkt freigesetzt und ist somit besser bioverfügbar, d. h., es wird besser vom Körper aufgenommen. Lypokin kann das Risiko der Entwicklung von Krebserkrankungen senken.

Weintrauben enthalten alle B-Vitamine (außer B 12), Folsäure, Vitamin C, Mangan, Magnesium und Kalium. In den roten und blauen Trauben sind viele Flavonoide, die für eine mögliche Abwehr von Krebs und Herzinfarkt stehen.

Wirsing ist ein Kohl mit krausen Blättern. Er enthält, wie alle Kohlarten, Glucosinolate, von denen eine starke krebsvorbeugende Wirkung vermutet wird.

Zwiebeln enthalten Sulfide, von denen eine starke krebsvorbeugende Wirkung vermutet wird. Sie werden in der Volksmedizin u.a. eingesetzt zur Vorbeugung von Infektionen, Desinfektion von Mund-, Rachen- und Nasenraum, Kräftigung der Schleimhäute.

Ich denke, das jeder einzelne für seine Gesundheit etwas tun kann – ohne viel Geld – ohne viel Zeit. Es sollte zur Routine werden, auf sich und seine Gesundheit zu ACHTEN. Mehr zum Thema „Achtsamkeit“ in meinem nächsten Text 🙂

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